0170 Reduce / Reuse / Recycle:
Deutscher Pavilion für La Biennale di Architettura
di Venezia 2012


Ort
La Biennale di Venezia, Giardini
Planung / Realisierung
2011-2012
Leistungsphasen
--
Bauherr
Bundesrepublik Deutschland vertreten durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Größe
--
Bausumme
--
Architekt
Muck Petzet und Partner Architekten
Team: Andreas Ferstl, Luise Angelmaier
Generalkommisar
Muck Petzet
Team: Luise Angelmaier, Judith Csiki, Saskia Hendy, Alex Pixley
Ausstellungsgestaltung
Konstantin Grcic
Team: Olivia Herms
Fotografie
Erica Overmeer
Grafische Gestaltung
Thomas Mayfried, Swantje Grundler
Projektleitung und Kommunikation
Sally Below / sally below cultural affairs
Team: Simone Bogner, Ute Riechers, Viola van
Beek, Friederike Krickel, Maria Mußotter, Julia
Krieger, Hjördis Hoffmann, André Herzig und in
Venedig Tomas Ewald
Bauleitung:
Dr. Clemens F. Kusch, cfk architetti
Team: Martin Weigert
Katalog:
Herausgeber:
Muck Petzet, Florian Heilmeyer
Erschienen im Hatje Cantz Verlag
ISBN 978-3-7757-3424-0 (Deutsch)
Team



Mit den aus der Abfallwirtschaft entlehnten Begriffen Reduce/Reuse/Recycle führte die von Muck Petzet konzipierte, kuratierte und realisierte Ausstellung ein Wertesystem von Vermeidung / Weiterverwendung und Verwertung in die Architekturdiskussion ein. In Deutschland ist die Arbeit mit dem Gebäudebestand längst zur wichtigsten architektonischen Aufgabe geworden: Es geht um Rückbau, Verkleinerung, um die Revitalisierung, Umnutzung oder Ergänzung des Vorhandenen. Für die Gestaltung unserer Zukunft muss das Bestehende als eine der wichtigsten kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und architektonischen Ressourcen erkannt werden.
Die Ausstellung zeigte 16 Projekte von Architekten die stellvertretend für eine neue affirmative und respektvolle Haltung gegenüber dem Bestand stehen können.

Auch die Ausstellung selbst verkörperte diese respektvolle Haltung gegenüber dem oft diffamierten Bau des deutchen Pavillons. Eine minimale Geste - das Abschließen des zentralen Haupteingangs - ermöglicht eine neue Wahrnehmung des Gebäudes. Der Pavillon wurde mittels einer unauffällig angefügten Rampe durch einen setlichen Notausgang hindurch betreten. Die sakral-achsiale Grundstruktur des Gebäudes wurde damit gebrochen und alle Austellungsräume gleichwertig erlebbar. Außer diesen minimalen und reversiblen architektonischen Eingriffen gab es keine Ausstellungsarchitektur - die bestehende Architektur des Pavillons wurde direkt zum Träger der Ausstellungsinhalte. Die großformatigen Fotografien von Erica Overmeer wurden direkt auf die Wände tapeziert. In der von Konstantin Grcic gestalteten Austellung gab es kein Ausstellungsdesign sondern klug gewählte und ausgesuchte Leihgegenstände wie die für Venedig typischen Hochwasserstege und Parkbänke. Die von Thomas Mayfried und Swantje Grundler gestaltete Schriftebene stellte einen anderen subtlen Ortsbezug her - die Typografie ist eine Hommage an das in den 70ger Jahren gestaltete Vaporetto Leitsystem von Venedig.

In der Ausstellung und im begleitenden Katalog werden - geordnet nach dem Wertesystem von Reduce Reuse Recycle - 11 Umbaustrategien vorgestellt, die sich in ihrer Eingriffstiefe unterscheiden. Von der reinen Wahrnehmungsänderung und immateriellen Umwertung des Vorhandenen bis hin zur vollständigen materiellen Umformung. Den drei Vermeidungsstrategien Wahrnehmung, Instandhaltung und Verhaltensänderung folgen die klassischen Umbaustrategien: Renovierung, Umnutzung, Füllung, Redesign, Subtraktion und Addition und schließlich das Material- und Gestaltrecycling.

Die in der Ausstellung vorgestellten 16 Positionen und Strategien zeigen das hohe schöpferische und architektonische Potenzial, das in einem affirmativen Umgang mit Bestand liegt. Reduce / Reuse / Recycle zeigt Projekte und Haltungen von Architekten, die den Bestand positiv aufnehmen und verstärken, die das Vorhandene - auch das Alltägliche und Unscheinbare - als Inspiration und Anstoß zur Weiterentwicklung begreifen.

In der Ausstellung waren folgende Büros / Architekten vertreten: AFF Architekten, Berlin / AMUNT Architekten Martenson und Nagel Theissen / Atelier Kempe Thill architects and planners, Rotterdam / Brandlhuber + ERA, Emde, Schneider, Berlin / Diener & Diener Architekten, Basel, Berlin / Urs Füssler, Berlin/Jörg Leeser, Köln / Heinle, Wischer und Partner, Stuttgart / Hild und K Architekten, München / knerer und lang Architekten, Dresden / LIN Finn Geipel + Guilia Andi Architects Urbanists, Berlin / Meixner Schlüter Wendt Architekten, Frankfurt / Robertneun™, Berlin / Schulz & Schulz Architekten, Leipzig / Staab Architekten, Berlin

watch: © La Biennale Channel
Interview of the exhibition team

watch: © Baunetz
Bilderlandschaft



Impressum:
Muck Petzet Architekten

Architekt BDA Dipl.-Ing. Muck Petzet
Landwehrstrasse 37
D - 80336 München
E-Mail: sekretariat(at)muck-petzet.com

Der Architekt Muck Petzet ist Mitglied
der Bayerischen Architektenkammer,
Waisenhausstraße 4, 80637 München
Mitgliedsnummern: 172838. Hinweise
zum bayerischen Architektengesetz und
der Berufsordnung sind einsehbar unter
www.byak.de

Das Copyright der auf dieser Seite ver-
wendeten Fotos und Illustrationen liegt
bei den Fotografen. Die Verwendung
dieser Fotos ist nur nach Rücksprache
mit den Verfassern der Bilder möglich.
Nehmen Sie zu diesem Zweck Kontakt
mit uns auf. Wir vermitteln Sie an die
Urheber weiter.

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger
inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir
keine Haftung für die Inhalte externer
Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten
sind ausschließlich deren Betreiber
verantwortlich.



© RRR / Erica Overmeer
© RRR / Erica Overmeer
© RRR / Erica Overmeer
© RRR / Erica Overmeer
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
© Luca Girardini
< zurück