0217 Hubertusbad

Ort
Berlin Lichtenberg
Planung / Realisierung
2015
Leistungsphasen
Wettbewerb
Bauherr
Euroboden
Größe
2.200 qm
Bausumme
--
Architekt
Muck Petzet Architekten
Team
Muck Petzet, Ksenjia Zdesar
Renderings
PONNIEImages


Das historische Hubertus Bad in Berlin Lichtenberg steht seit Jahrzehnten leer und verfällt zusehends.
Die Stadt sucht über den Liegenschaftsfonds Berlin einen Käufer, der mindestens 10 Millionen EUR in die marode Bausubstanz investiert - und die strengen Auflagen des Denkmalschutzes und des Städtebaus (keine äußere Veränderung) einhält. Unseres Erachtens sind die Zielvorgaben unrealistisch und führen automatisch zu einer Zerstörung des historischen Bades. Es ist nicht möglich innerhalb des Bades eine Nutzung zu etablieren, die das Denkmal respektiert und gleichzeitig die notwendige Rendite für eine solche Investition bringt. Daher schlugen wir in unserem Beitrag (Bewerbung gemeinsam mit Euroboden) vor die städtebaulichen Rahmenvorgaben zu verlassen und mit der Aufstockung eines Hochhauses auf einen der beiden Schwimmhallenflügel das notwendige Bauvolumen zu schaffen - um im Gegenzug den Rest des Bades schonend und denkmalgerecht sanieren zu können.


Aus dem Erläuterungsbericht:

Wir halten es nicht für realistisch im Inneren des Gebäudes eine Nutzung zu etablieren, die die notwendigen, hohen Investitionen zum langfristigen Substanzerhalt generiert - ohne gleichzeitig zu einer weitgehenden Zerstörung des 'Originals' zu führen. Daher schlagen wir einen einzigen, radikalen Eingriff und eine Erweiterung des Gebäudevolumens vor: durch die Aufstockung eines Hotel- und Wohnhochhauses über der kleinen Schwimmhalle kann so viel Mehrwert generiert werden, dass der restliche 'historische' Teil - seiner historischen Bedeutung entsprechend - liebevoll restauriert und mit einer passenden 'schonenden' Nutzung versehen werden kann: Im Mitteltrakt sollen - nach einer repräsentativen Eingangszone mit Concierge und kleinem Shop - Office-, Coworking- und Konferenzbereiche sowie sonstige Nebennutzungen des neuen Hubertusbades (z.B. eine Bar im ehemaligen türkischen Bad) etabliert werden. In der großen Schwimmhalle soll eine Großraum-Büronutzung angeboten werden, die als reversibler Einbau über dem Becken (Holzeinbauten) die Substanz nicht tangiert - und auch die Umkleiden / Nebenräume in ein Nutzungskonzept einbezieht (z.B. als Rückzugsorte, Telefonplätze). In der kleinen Schwimmhalle manifestiert sich der radikale Eingriff als Erschließungskern in der Mitte des ehemaligen Schwimmbeckens. Die umliegende Halle soll als Lobby für den Hotel und Apartmentturm und für Wellness und Fitnessbereiche genutzt werden. Auf dem neuen, Terrassendach über der Halle entsteht eine 'Gartenterrasse'. Die gesamten Eingriffe in den Bestand sind minimiert, die Aufstockung nimmt Bezüge zur großmaßstäblichen Bebauung an der Frankfurter Allee auf - und soll das neue Hubertusbad als markanten Hochpunkt mit anderen Hochpunkten in der Stadt verbinden. Das 'Lake Shore Drive' - Apartmenthouse von Mies van der Rohe wird Teil der Dach- und Türmelandschaft von Berlin.



Impressum:
Muck Petzet Architekten

Architekt BDA Dipl.-Ing. Muck Petzet
Landwehrstrasse 37
D - 80336 München
E-Mail: sekretariat(at)muck-petzet.com

Der Architekt Muck Petzet ist Mitglied
der Bayerischen Architektenkammer,
Waisenhausstraße 4, 80637 München
Mitgliedsnummern: 172838. Hinweise
zum bayerischen Architektengesetz und
der Berufsordnung sind einsehbar unter
www.byak.de

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bestehendes Volumen
Erweiterung durch Aufstockung
Schwimmhalle vorher
Schwimmhalle nachher
Grundriss EG
Grundriss 1.OG
Grundriss 2.OG
Grundriss DG
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